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Jürgen Trenz: Kita-Pflicht reines Wahlkampf-Manöver

Zu den Berichten, dass Ministerpräsidentin Anke Rehlinger eine Kita-Pflicht einführen will, sagt der Vorsitzende der Linksfraktion im Regionalverband, Jürgen Trenz:

„Der SPD-Landtagswahlkampf startet mit einem Fehlschuss. Wer so etwas einführen will, hat von der Realität schlicht keine Ahnung und verkennt die finanzielle Lage des Regionalverbandes, der Kreise und der Städte und Gemeinden im Saarland!  Schon jetzt kann der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz nicht eingehalten werden, weil schlicht die Plätze dafür fehlen. Die Landes-Fördermittel von Neu- oder Umbauten von Kitas werden von der Landesregierung teilweise jahrelang hinausgezögert, so dass die Landesregierung die Schaffung von mehr Kita-Plätzen selber verhindert oder verzögert.

 Hinzu kommt ein krasser Personalmangel. Landesweit gibt es immer wieder Fälle, wo Gruppen tageweise geschlossen werden müssen aufgrund von Krankheitsfällen des Personals und fehlendem Ersatz. Eltern werden kurzfristig angerufen, dass sie ihre Kinder früher abholen sollen oder gar nicht erst hinbringen! Manche Kitas verzichten aufgrund von Personalmangel auf die Einrichtung von möglichen Gruppen, nehmen also weniger Kinder auf als eigentlich möglich wäre. 

 Die ab Januar 2027 geplante Kita- Beitragsfreiheit ist zwar nett für die (auch reichen) Eltern, aber wirft Fragen auf nach der Qualität der frühkindlichen Bildung. Das Geld wäre besser in kleinere Gruppen und mehr Personal mit besseren Arbeitsbedingungen investiert! Kinder profitieren mehr von zusätzlichen Fachkräften statt von Beitragsfreiheit. Wer bei solchen real existierenden Zuständen nach einer Kita-Pflicht ruft, hat von der Realität in der saarländischen Kita-Landschaft keinerlei Ahnung. Das ist ein trauriges SPD-Wahlkampf-Manöver auf dem Rücken von Eltern, Kindern und dem Fachpersonal“, so Trenz abschließend.

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