Neubau der Sparkasse Saarbrücken: Linksfraktion fordert Transparenz sowie Schutz des Filialnetzes
Die Linksfraktion im Regionalverband Saarbrücken fordert von der Sparkasse Saarbrücken vollständige Transparenz über die geplanten Kosten, die Alternativen zum Neubau des Sparkassen-Gebäudes am Neumarkt und die Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden. „Die Sparkasse hat einen öffentlichen Auftrag und trägt eine besondere Verantwortung für die Versorgung der Menschen in der Region“, erklärt Jürgen Trenz, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion in der Regionalversammlung und führt fort:
„Wer ein Jahrhundertprojekt ankündigt, muss auch offenlegen, welchen konkreten Nutzen es für die Sparkassen-Kundinnen und Kunden bringt. Moderne Arbeitsplätze allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, dass die Sparkasse auch künftig in der Fläche erreichbar bleibt und persönliche Beratung nicht zum Luxus wird. Ein Neubauprojekt in dieser Größenordnung darf nicht zulasten der Menschen im Regionalverband gehen“, erklärt er. „Die Sparkasse muss offenlegen, wie hoch die Gesamtkosten einschließlich Finanzierung und Ausweichstandorten tatsächlich sind,ob der Neubau modernen Nachhaltigkeitsstandards entsprechen würde und warum eine Sanierung des bestehenden Gebäudes ausgeschlossen wurde.“
Die Linksfraktion warnt davor, dass der Neubau zum Anlass für weitere Filialschließungen, kürzere Öffnungszeiten oder die Umwandlung von Filialen in reine SB-Standorte werden könnte. Gerade ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Kundinnen und Kunden, die auf persönliche Beratung oder Bargeldversorgung angewiesen sind, dürften nicht abgehängt werden.
Die Linksfraktion fordert deshalb:
- eine nachvollziehbare Gegenüberstellung von Neubau, Sanierung und Teilumbau;
- die Offenlegung der vollständigen Projektkosten und der erwarteten Folgekosten;
- eine verbindliche Bestandsgarantie für die personenbesetzten Filialen im Regionalverband;
- keine weiteren Filialschließungen oder Umwandlungen in SB-Standorte ohne öffentliche Beratung;
- verlässliche Öffnungszeiten und persönliche Beratung vor Ort;
- die Zusicherung, dass die Baukosten nicht über höhere Kontoführungsgebühren oder zusätzliche Entgelte auf die Kundinnen und Kunden abgewälzt werden;
- regelmäßige öffentliche Berichte über Baufortschritt, Kostenentwicklung und Auswirkungen auf das Filialnetz.
