Wohngeldkürzung belastet Menschen im Regionalverband
Als völlig indiskutabel und nachhaltig schädlich hat Die Linke im Regionalverband Saarbrücken, die vom Bund geplante Wohngeldkürzung bezeichnet. „Wenn die Leistungen gekürzt werden und ein Teil der Anspruchsberechtigten keine Leistungen mehr erhält, muss z.B. mit erhöhter Obdachlosigkeit gerechnet werden“, so Sozialpolitiker Manfred Klasen.
Zumindest aber, so Klasen, würden Familien auch mit Kindern gezwungen, in viel zu kleine Wohnungen umzuziehen. Bezahlbare kleine Wohnungen sind Mangelware und die Miete dürfte unter der steigenden Nachfrage ebenfalls weiter wachsen. Wie etwa Studierende, ohne Bafög-Anspruch, ein Zimmer bezahlen sollten, ist gar nicht darstellbar.
Der durchschnittliche Wohngeldbetrag betrage zuletzt immerhin 313 € im Regionalverband.
Sollte die geplante Wohngeldkürzung zu verstärkter Obdachlosigkeit führen, wie das auch beim neuen Gesetz zur Grundsicherung für Arbeitslose zu erwarten ist, komme es zu einer massiven Verschärfung der sozialen Situation im Regionalverband. Neben den Betroffenen seien auch die Kommunen finanziell und organisatorisch betroffen, da sie für Obdachlose und die Beseitigung von Obdachlosigkeit zuständig sind!
Der Regionalverband sei gemeinsam mit dem Landkreis Saarlouis Antrags- und Genehmigungsbehörde für die Bundesleistung Wohngeld.
Von daher erwartet Die Linke, dass die Verwaltung des Regionalverbandes gegenüber dem Land und vor allem gegenüber dem Bund tätig wird und mithilft, die Demontage des Wohngeldes zu verhindern.
